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07 18

Wohnungssuche via Social Media

Die große Nachfrage am Wohnungsmarkt begünstigt die Wohnungssuche auf Social Media Kanälen. Auf Facebook & Co haben unseriöse Immobilienmakler mit unsauberen Praktiken oft ein leichtes Spiel, warnt der Immobilienring Österreich. 

Private Facebook-Profile nutzen bereits seit ungefähr fünf Jahren ansteigend ihren „Freundeskreis“, um Wohnimmobilien anzubieten oder zu suchen. Grund dafür ist der Wunsch nach einer provisionsfreien Wohnung. Auch Immobilienkanzleien haben den Social-Media-Kanal zur Vermarktung entdeckt. Ein Bericht aus dem Trendresearch für den Immobilienring IR zeigt das Geschehen rund um Suchende und Anbieter sowie auch neue Tricks von „schwarzen Schafen“ unter den Immobilienmaklern auf. Andrea Baidinger, die den Research für den Immobilienring durchführte: „Facebook etabliert sich zunehmend als zusätzlicher Marktplatz für Wohnimmobilien. Twitter, Instagram und Pinterest haben noch keine große Reichweite für österreichische Immobilien, werden aber manchmal für High-End-Objekte genutzt, wo vor allem Bilder ausschlaggebend sind, um Interesse zu wecken.“ 

Aktueller Research zeigt Immobilienmakler auf Abwegen 

Auf Facebook suchen Menschen, die hoffen, über einen Privatkontakt zu einer günstigen und provisionsfreien Wohnung zu kommen. Die Chancen dafür sind gering, aber die Möglichkeit auf Fakeinserate
hereinzufallen, die auf Vorauskasse abzielen, oder „Tarnprofile“, die dann doch zu einer nicht leistbaren Wohnung führen, sind groß. Georg Spiegelfeld, Präsident Immobilienring Österreich: „Facebook kann vor allem zur schnellen Vermarktung von Mietwohnungen gut genutzt werden. Leider werden gerade hier Intransparenz und Gesetzesüberschreitung eingesetzt.“  

Maklerangebote überwiegen 

Außerhalb der Privatprofile und Unternehmensseiten von Immobilienkanzleien werden Wohnimmobilien in offenen und geschlossen Gruppen auf Facebook angeboten. Am häufigsten gesucht und angeboten werden Mietwohnungen und WGs, gefolgt von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Die größten offenen Gruppen werden von deutschen Verlagen betrieben, die Angebote von
marktführenden Plattformen verlinken. Rund 60 Prozent der Angebote führen zu Maklerinseraten. Besucherbeiträge kritisieren dies auch des Öfteren, da im Titel meist „provisionsfreie Wohnung“ oder „private Wohnung“ angeführt und damit eine kostenfreie Privatvermittlung suggeriert wird. 

Intransparenz durch Tarnprofile  

Die größten geschlossenen Gruppen werden entweder von einer Metaplattform in Zusammenarbeit mit Profis für Social Media betrieben (etwa die Hälfte der Angebote führt zu Maklerinseraten) oder von einer Werbeagentur, welche die gewonnenen Daten für weitere Marketingaktivitäten nutzt. Baidinger: „In diesen geschlossenen Gruppen überwiegen vermeintlich Privatangebote, jedoch werden Tarnprofile eingesetzt, die wiederum zu Maklerangeboten führen.“ 

Für Sie gelesen bei OIZ.

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