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Architektenhäuser: Hochwertig, aber günstig
01 20

Architektenhäuser: Hochwertig, aber günstig

Architektenhäuser müssen nicht kostspielig sein. Das gelingt mit kompakter Gebäudeform, sparsamer Grundrisse und günstigen Tragwerkskonstruktion.

Günstig und dennoch hochwertig bauen, das ist eine der Herausforderungen unserer Zeit. Thomas Drexel stellt in „Low Budget Architektenhäuser“ 21 gelungene Beispiele unter 300.000 Euro vor, die bis auf wenige Ausnahmen aus Österreich und Deutschland stammen. Zwei davon sind die beiden Commod Häuser in Graz.

Modell MI 

Durch das Modulsystem auf Frachtcontainer-Basis in Holzriegelbauweise ist nicht nur die Bauzeit aufgrund des hohen Vorfertigungsgrads kurz, sondern die Errichtung auch kostengünstig. Auf einen Keller und somit auch auf teure Erdarbeiten wird beim Modell MI verzichtet, die Wohnfläche beträgt gut geschnittene 68 Quadratmeter. Die Kosten beliefen sich auf 135.000 Euro.

Commod-Haus

Das zweite Commod House ist mit 104 Quadratmetern deutlich größer, um einen Wohn-, Ess- und Kochbereich sind vier Schlafbereiche angeordnet. Eine große Terrasse zieht sich über die gesamte Hausseite. Auch hier wurde auf Unterkellerung verzichtet, die Bauteile wurden in der Fabrik vorgefertigt. Die Gesamtkosten betrugen 195.000 Euro.

Wohngruppe

Bei Projekt drei haben sich vier Bauherren in Form einer Wohngruppe zusammengetan und ein gründerzeitliches Wohnhaus mitten in Wien aufgestockt. PPAG Architects haben die Planung gemacht. Entstanden sind vier zweigeschossige Häuser, diese werden vom zentralen Liftzugang erschlossen. Die einzelnen Einheiten sind 90 bis 100 Quadratmeter groß und arrangieren sich zu einer Wohnstruktur mit versetzten Ebenen, privaten und gemeinsamen Freibereichen. Bauteile wurden vorgefertigt, die bestehende Heizzentrale wurde mitgenutzt. Die Kosten pro Wohnungen haben 232.800 Euro betragen.

Buchtipp

"Low Budget Architektenhäuser“ von Thomas Drexel zeigt 21 Häuser um 300.000 Euro – und darunter. Erschienen im Prestel Verlag. € 43,20

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