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Pisecky/Ulreich an neue Stadtregierung: Privater Wohnraum kann nicht an sozialem Wohnraum gemessen werden

Immobilienexperten fordern eine faire und transparente Sichtweise

Wien (OTS) - Privater Wohnbau und Wohnraum in Wien müssen klar differenziert von sozialem Wohnbau betrachtet werden. Das verlangt heute KommRat Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Immobilientreuhänder in der Wiener Wirtschaftskammer, gemeinsam mit Mag. Hans Jörg Ulreich, Berufsgruppensprecher der Bauträger in der Fachgruppe von der neuen Stadtregierung. Eine Vermischung der beiden Bereiche wie bisher, so sind sich die Experten einig, führt zu einer verzerrten und unrichtigen Darstellung privaten Wohnbaus und privater Vermietungen.

Gemeinnützige Bauvereinigungen genießen große wirtschaftliche Erleichterungen

Pisecky verweist dabei insbesondere auf die großen wirtschaftlichen Erleichterungen für sozialen Wohnbau. Gemeinnützige Bauvereinigungen sind von der KÖST befreit, die sich im privaten Wohnbau mit 25 Prozent zu Buche schlägt. Bankzinsen sind im Schnitt für gemeinnützige Bauvereinigungen um ca. 2 Prozent niedriger als für private Unternehmer. Weiters dürfen „gemeinnützig“ bis zu 500 Euro pro Quadratmeter an Grund- und Baukostenbeiträge eingenommen werden, im privaten Bereich ist dies strikt verboten!

Vergleiche von privatem Wohnbau mit Gemeinnützigen sind unzulässig

Für Ulreich ist daher der direkte Vergleich zwischen den beiden Wohnbaubereichen nicht hinkend, sondern vielmehr gänzlich unzulässig:„Die private Immobilienwirtschaft arbeitet ohne Steuerbegünstigungen auf eigenes Risiko und im Gegensatz zu sozialen Wohnbauvereinigungen gewinnorientiert – wir müssen uns daher an Marktkonditionen orientieren! Es ist einfach nicht richtig, privaten Wohnbau und seine Preise ständig mit sozialem Wohnbau zu vergleichen bzw. daran zu messen. Private Unternehmen können mit diesen völlig verschiedenen Voraussetzungen beim besten Willen nicht mithalten!“

Sozialer Wohnbau arbeitet unter vergünstigten Voraussetzungen

Beide Experten sind sich einig, dass nur eine getrennte Sichtweise der beiden Bereiche zu langfristig guten rechtlichen Rahmenbedingungen führen kann. „Im sozialen Wohnbau muss das Verteilungsproblem gelöst werden, im privaten Wohnbau braucht es u.a. ein Mietrecht, das sich an der Produktqualität orientiert und nicht wie bisher ständig an Preisen im sozialen Wohnbau, der unter vergünstigten Voraussetzungen arbeitet“, so Ulreich.

Wir arbeiten alle als Partner für Wiens Bevölkerung

Für Fachgruppenobmann Pisecky steht daher an oberster Stelle, dass die neue sozial-liberale Wiener Stadtregierung ihrem Namen auch in der Wohnbaupolitik gerecht wird. „Die private Immobilienwirtschaft wünscht sich keine Vergünstigungen wie im sozialen Wohnbau. Vielmehr wollen wir ein Ende der ungerechten Vergleiche und eine getrennte Betrachtungsweise. Wir sind keine Konkurrenten, wir sind Partner –wir arbeiten alle für Wiens Bevölkerung!“

Rückfragehinweis:

Fachgruppe Wien der Immobilien- und VermögenstreuhänderMag. Rudolf North MBA

Tel: 01/514 50 – 3762 

Mail: rudolf.north@wkw.at