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Stadtbalkone smart nachrüsten
09 21

Stadtbalkone smart nachrüsten

Wien hat auf den ersten Blick viel Grün zu bieten. Bricht man den Anteil der Grünflächen auf Bezirksebene hinunter, zeigt sich, dass ein großes Ungleichgewicht herrscht. Laut dem von Rhomberg Bau kürzlich veröffentlichten „Wiener Balkonbericht“ stehen in der Bundeshauptstadt durchschnittlich rund 68 Quadratmeter öffentliche Grünfläche pro Einwohner zur Verfügung, in den inneren Bezirken vier bis neun müssen sich Wiener jedoch mit knapp sechs Quadratmeter zufriedengeben. Dem gegenüber stehen rund 486 Quadratmeter pro Einwohner in Hietzing. Zudem zeigt der Anstieg bei Eigentumspreisen, dass sich Wohnungen mit Freiflächen „deutlich teurer verkaufen ließen“, heißt es in dem Bericht. Die Investitionskosten eines nachträglichen Balkonanbaus dürften durch den höheren Wohnungswert häufig bereits abgedeckt werden. 

Beispiel: Der achte Wiener Gemeindebezirk, die Josefstadt, liegt mit einem Anteil an Grünflächen von 1,83 Prozent weit hinter dem Durchschnitt der gesamten Stadt. Mietwohnungen mit Balkon sind mit 11,5 Prozent in 1080 Wien „besonders rar“. Laut Bericht „auffällig“ ist, dass es in der Josefstadt mehr Altbau- als Neubauwohnungen mit Balkon gibt. Im Vergleich mit Eigentumswohnungen zeigt sich hier, dass sich neben der kontinuierlichen Preissteigerung in den vergangenen Jahren, Wohnungen mit Freiflächen deutlich teurer verkaufen ließen. 

Es gibt verschiedenste Zugänge, um einen Balkon nachzurüsten. Rhomberg Bau entwickelte eigens einen „Balkon-Konfigurator". Für einen nachträglichen Balkonbau sind darüberhinaus einige Dinge essenziell: Es bedarf der Zustimmung aller Eigentümer des Gebäudes und zum anderen muss eine Baugenehmigung der städtischen Baubehörde eingeholt werden. Designtechnisch kennen Balkonsysteme keine Grenzen, je nach statischer Kompatibilität eignen sich Hänge-, Konsolen- und Stützbalkone. (red.) 

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