Fragen/Antworten Alle Ergebnisse

Mietrecht
Mein Sohn besitzt eine ( geförderte) Eigentumswohnung.Er macht jetzt ein Erasmus semester im Ausland und möchte die Wohnung für 6 Monate vermieten. Von der Wohnbauförderung her gibt es kein Problem, aber soviel ich weiß, ist die kürzeste Dauer eines Mietvertrages 3 Jahre.Was macht man in so einem Fall?
Michael Pfeifer, MBA
Die Problematik liegt in der Tatsache, das die Wohnung gefördert wurde. In den Förderungsbestimmungen ist zu überprüfen, ob eine Vermietung überhaupt möglich wäre. Des weiteren muss man davon ausgehen, dass die Wohnung dem MRG unterliegt. Damit wäre die Mindestmietdauer drei Jahre.
Michael Pfeifer, MBA
Mietrecht
Wie ich schon in meiner ersten Anfrage geschrieben habe, ist eine Vermietung von Seiten der Wohnbauförderung möglich ( wenn man nachweislich für eine bestimmte Zeit im Ausland studiert bzw.arbeitet). Aber abgesehen davon,was macht man wenn die Mindestdauer 3 Jahre ist, das Stipendium aber nur 6 Monate dauert? Da wird über eine Leerstandsabgabe diskutiert und dann gibt es solche gesetzlichen Regelungen.Es muss doch eine Möglichkeit geben, wenn 2 Menschen einverstanden sind, dass das Mietverhältnis 6 Monate dauert das auch gesetzlich zu regeln.
KommR Oliver Brichard, MSc
Leider gibt der Gesetzgeber dafür keine Möglichkeit der rechtswirksamen Vereinbarung. Er geht davon aus, dass der Mieter unter Druck steht und nicht den gleichen WIssenstand wie der Vermieter hat, wodurch er besonderen Schutzbedarf hat. Die Leerstandsdebatte gibt es seit Jahren immer wieder. Auf Grund der geringen Leerstandsquote, die sich überwiegend aus der normalen Bewirtschaftung ergibt ( Sanierungszeiten, tatsächlich unbrauchbare Bereiche, ...) wurde eine Besteuerung bis dato, richtigerweise, nie umgesetzt.
KommR Oliver Brichard, MSc
Mietrecht
Meine Vermieterin - sie besitzt nur eine Wohnung - hat mich wegen Eigenbedarf (ihr Sohn hat Arbeit in Wien bekommen und hier keine Wohnung) gekündigt. Ok, nachvollziehbar. Nun gibt es aber gleichzeitig von ihr ein Angebot, die Wohnung zu kaufen. Kollidiert das nicht mit dem Argument des Eigenbedarfs? Oder könnte sie argumentieren, dass sie mit dem Erlös dieser Wohnung eine andere für ihren Sohn kaufen könnte? Eigenbedarf: Wie lange nach der Kündigung muss dieser wahrgenommen werden? Kann die Wohnung z. B. nach einem halben Jahr Bewohnen durch den Sohn verkauft werden oder stellt dies dann eine unberechtigte Eigenbedarfskündigung dar? Vielen Dank und beste Grüße Ilse Pipp
KommR Oliver Brichard, MSc
Eine Eigenbedarfskündigung ist immer einzelfallbezogen zu prüfen. Die Judikatur wäre dabei zu überprüfen, ob es dazu bereits ähnlich gelagerte Fälle gibt. Es ist nicht vorherzusagen, wie ein Gericht diesen Fall und ein etwaiges Verkaufsangebote beurteilt. Ich würde das Angebot für die Prüfung der Eigenbedarfskündigung nicht berücksichtigen. Ob die Eigentümerin nach einer rechtskräftigen Kündigung die Wohnung dann verkauft oder nicht hat für die Kündigung keine Relevanz.
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungseigentumsrecht
dfdsg Sehr geehrte Damen und Herren! Meine Mutter hat mir Ihre Wohnung grundbücherlich überschrieben und hat jedoch ein Fruchtgenussrecht eintragen lassen. Nun wurde der Mietvertrag verlängert. Wer muss nun den MV unterschreiben? Ich als Eigentümer oder meiner Mutter als Fruchtgenussberechtigte? Vielen Dank!
Mag. Alois Rosenberger
Ihr Mutter als Fruchtgenußberechtigte muss die Verlängerung des Mietvertrages unterschreiben. Sie sind "lediglich" zivilrechtlicher Eigentümer der Wohnung, Ihre Mutter hat weiterhin das volle wirtschaftliche Verfügungsrecht für die Dauer des Fruchtgenusses.
Mag. Alois Rosenberger
Wohnungseigentumsrecht
Wie kann eine satte Minderheit von Wohnungseigentümern verhindern, dass eine Hausverwaltung, die von sich aus gekündigt hat, nicht wieder von einer schwachen Mehrheit bestellt wird?
Mag. Alois Rosenberger
Sehr geehrter Herr Kiernicki, die mehrheitliche Bestellung einer Hausverwaltung kann, soferne die entsprechenden formalen Voraussetzungen erfüllt worden sind, grundsätzlich nicht verhindert werden. Die Wiederbestellung nach Selbstkündigung ist jedenfalls möglich, es sei denn die Hausverwaltung wurde gerichtlich abberufen. Wenn eine Hasuverwaltung von selbst kündigt, wird es wohl interessant sein, ob diese das Mandat wieder annimmt. Mit freundlichen Grüßen Alois Rosenberger
Mag. Alois Rosenberger
Wohnungseigentumsrecht
Ist es erlaubt, Gegenstände auf einen gemieteten PKW-Stellplatz in einer Gemeinschaftsgarage eines Wohnungseigentumshauses zu lagern, sofern der eigentliche Zweck des Platzes als Abstellplatz für einen PKW dadurch nicht verhindert wird? Im Falle JA, gibt es Einschränkungen bezüglich der Beschaffenheit der Gegenstände?
Mag. Alois Rosenberger
Ich bin der Meinung, dass der Mietzweck schon sehr viel aussagt über die Art der Nutzung, d.h. das Abstellen eines Kraftfahrzeuges ist der Mietzweck und nicht das Lagern von Gegenständen. Darüber hinaus sind auch feuerpolizeiliche Vorschriften entgegenstehend, denn man wird von jedem Gegenstand, der dort gelagert wird, annehmen können, dass er eine sog. "Brandlast" darstellt, welche in einer Garage halt nicht erwünscht ist. Die Art und Weise der Nutzung des Stellplatzes kann auch im Mietvertrag näher, d.h. genauer geregelt sein.
Mag. Alois Rosenberger
Mietrecht
Der Vermieter weigert sich Kaution zurückzuzahlen. Möchte eine Nachzahlung für BK und VPI Erhöhungen. Wir wurden über derartige Erhöhungen nie in Kenntnis gesetzt, noch haben wir jemals eine BK-Abrechnung gesehen oder erhalten. VPI Erhöhungen verrechnet er uns für jedes Jahr. Beträge stehen einfach aufgelistet auf einem A4 Blatt ohne genaueren Angaben.
KommR Oliver Brichard, MSc
Vermutlich bezieht sich ihre Frage darauf, ob der Vermieter diese Forderungen zu Recht stellt. Dabei sind weiterführende Informationen ,insbesonders ob das Mietobjekt unter die Vorschriften des Mietrechtsgesetztes fällt notwendig. Dort wäre eine rückwirkende Verrechnung von vergangenen Wetsicherungschritten nicht möglich. Eine Kaution dient zur Absicherung der Rechte des Vermieters und kann bei nicht ordnungsgemäßer Rückstellung des Mietobjektes einbehalten werden. In wie weit der Rückbehalt rechtmäßig ist, muss im Detail geklärt werden. Eine Betriebskostennachverrechnung ist gesetzlich vorgesehen, wenn die Acontovorschreibung nicht ausreichend kalkuliert wurde und trifft den Mieter, der bei Legung der Abrechnung Mieter der Wohnung ist. Eine jährliche Wertsicherungsanpassung ist rechtlich durchaus möglich, wenn nicht andere zwingende Mietzinsvorschriften dadurch verletzt werden.
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungseigentumsrecht
Darf ein Wohnungseigentümer bei der Abstimmung durch die Eigentümergemeinschaft, ob in seiner Wohnung die Fenster repariert oder ausgetauscht werden sollen, mitstimmen?
KommR Oliver Brichard, MSc
Grundsätzlich darf jeder Miteigentümer bei einer Beschlussfassung der Wohnungseigentümergemeinschaft mitbestimmen. Ich vermute, ihre Frage bezieht sich auf eine Verpflichtung zur Abstimmung der Gemeinschaft, wenn Fenster repariert werden sollen. Sollte es sich dabei um reine Erhaltungsarbeiten handeln, ist die Gemeinschaft nicht verpflichtet eine Beschlussfassung durchzuführen. Die Notwendigkeit der Arbeiten müsste dabei jedenfalls gegeben sein. Die Gemeinschaft hat ja eine Verpflichtung alle Erhaltungsarbeiten durchzuführen und kann daher auch nicht mehrheitlich davon abgewichen werden.
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungseigentumsrecht
Danke für die Antwort! Die WNF des Wintergartens ist im Grundbuch eingetragen und dürfte wohl behördlich in Ordnung sein. Da keine Unterlagen über den - mittlerweile 19 Jahre alten - Wintergarten mehr existieren, ist auch die Frage, ob "fachgerecht" errichtet wurde, nicht mehr zu klären (das war auch eine Streitfrage bei der EIgentümerversammlung). Allerdings bleibt die wichtige Frage zu klären, ob das "Innenleben" des Wintergartens (Deckenverkleidung und Decke unter dem darüberliegenden Balkon, Deckenbeleuchtung, Boden, etc.) auch unter die Erhaltungspflicht fällt, da es sich dabei ja eigentlich nicht mehr um die direkte "Außenhaut" des Gebäudes handelt.
KommR Oliver Brichard, MSc
Soweit ich das verstehe ist der Wintergarten durch einen ernsten Gebäudeschaden beschädigt worden und besteht daher möglicherweise eine Schadenersatzpflicht der Gemeinschaft gegenüber dem geschädigten Wohnungseigentümer des Wintergartens. Ich darf jedoch darauf hinweisen, dass eine Beratung in dieser Sache den Informationsrahmen unserer Plattform sprengt. Eine Besichtigung eines Sachverständigen ist hier wohl anzuraten.
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungseigentumsrecht
Wer muss einen defekten Heizkörper bezahlen? Der Eigentümer oder die WEG?
KommR Oliver Brichard, MSc
Wer trägt die Erhaltungspflicht an undichten Heizkörpern in einem Wohnungseigentumsobjekt
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz
Hallo, ich möchte eine Wohnung kaufen welcher dem WGG unterliegt. Ich war/bin nicht Mieter dieser Wohnung. Ich möchte ca. die nächsten 3 Jahre selbst in dieser Wohnung leben und sie anschließend vermieten. Welche Einschränkungen bzw. habe ich Einschränkungen bei der zu verlangenden Miete ? Danke Mit freundlichen Grüßen Martin Huber
Mag. (FH) Doris Molnar
Anwendung WGG
Mag. (FH) Doris Molnar
Wohnbauförderung
Ich habe 1971 eine Wohnung in einem mit Wohnbaufördermittel im Jahr 1956 erbautem Wohnhaus gekauft. Am 14.10.1982 habe ich alle Fördermittel gemäß BGBl.Nr. 336/71 zurückbezahlt. Die Wohnung, die ich seit 1971 selbst nutzte, ist somit Lastenfrei. Nun möchte ich diese Wohnung vermieten. Die Frage ist, ob ich an die Mietzinsgrenzen des WGG gebunden bin, oder die Miete frei vereinbaren kann.
Mag. (FH) Doris Molnar
Mietzinsbildung und Rückzahlungsbegünstigungsgesetz
Mag. (FH) Doris Molnar
Wohnungseigentumsrecht
Ich lebe seit 7 Jahren in meiner Eigentumswohnung, möchte sie nun verkaufen und eine Wohnung kaufen, die ich ebenfalls als Hauptwohnsitz nutzen werde. Fällt in diesem Fall eine Spekulationssteuer / Immo-Est an?
Mag. Dietmar Hofbauer MSc.
Als Hauptwohnsitz genutzte Eigentumswohnungen oder Eigenheime (Einfamilienhäuser, Reihenhäuser) sind bei Verkauf von der Immobilienertragssteuer befreit
Mag. Dietmar Hofbauer MSc.
Wohnungseigentumsrecht
Sehr geehrte Damen und Herren, ich hätte folgende Frage: Ich wohne in einem Eigentumshaus mit 21 Eigentümern, welches 1982 bezogen wurde. Das Haus verfügt über 21 PKW-Stellplätze, welche laut Grundbuch im gemeinsamen Eigentum stehen. 14 Stellplätze wurden seinerzeit gegen Tragung der anteiligen Baukosten sowie anteiliger Beteiligung an den Betriebs- und Reparaturkosten einer anderen Baugesellschaft zur Nutzung überlassen (als Nachweis zur Erlangung einer Baugenehmigung). Dieser Nutzungsberechtigte hat aber nie von seinem Recht Gebrauch gemacht, es benutzen ausschließlich Eigentümer die Stellplätze. Die Mieteinnahmen bei anteiliger Bezahlung der anteiligen Betriebs- und Reparaturkosten lukriert der Nutzungsberechtigte. Bisher hat das so funktioniert, dass unsere bisherigen Hausverwaltungen die Miete für alle 21 Plätze vorgeschrieben haben und die Netto-Einnahmen der 14 Stellplätze dem Nutzungsberechtigten auf ein Konto überwiesen hat. Seit einem Verwalterwechsel bezahlen nun diese 14 Stellplatzmieter gar keine Miete, weil sich unsere neue Verwaltung weigert, jenen die Miete vorzuschreiben. Sie begründet das damit, sie dürfe das gar nicht, da müsse der Nutzungsberechtigte schon selbst für die Mietvorschreibungen sorgen, auch wenn er nicht Eigentümer der Stellplätze ist. Meine Frage: Wer ist für die Verwaltung der 14 Stellplätze zuständig, die Hausverwaltung unseres Eigentumshauses oder der Nutzungsberechtigte? Kann der Nutzungsberechtigte (er zahlt weiterhin die anteiligen Betriebs- und Reparaturkosten) die Eigentümergemeinschaft auf entgangene Mieteinnahmen klagen? Können die Wohnungseigentümer darauf bestehen, dass die Mieten von der Verwaltung vorgeschrieben werden?
KommR Oliver Brichard, MSc
Umfang des Verwaltungsvertrages
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz
Ich habe Ende 2019 von einer gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft in Wien eine Wohnung gekauft, die vorher vermietet war (Ich war nicht der Mieter). Lauf Kaufvertrag erfolgt die Vermietung nach WGG. Wie berechnet man in diesem Fall den Mietzins? Im WGG §14 werden als Grundlage für die Berechnung Verzinsung des Darlehens, Tilgung des Darlehens, etc genannt. Welche Daten sind hierfür zu verwenden - die Daten der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft oder meine Kosten (also z.B. der Kaufpreis den ich bezahlt habe, Zinsen die ich Zahle)?
Mag. (FH) Doris Molnar
Mietzinsbildung nach Kauf durch eine Person, die nicht Mieter dieser Wohnung war
Mag. (FH) Doris Molnar
Wohnungseigentumsrecht
Sehr geehrte Damen und Herren, folgende Frage: Wir sind eine Eigentümergemeinschaft, und eine Wohnung hat eine Dachterrasse, die zugleich Außenhaut des Gebäudes ist. Diese ist laut dem Eigentümer der Dachterrassenwohnung sanierungsbedürftig. Die Hausverwaltung sah noch keinen akuten Anlass, um ein Gutachten und eine Sanierung in Auftrag zu geben. Daraufhin hat der Eigentümer der Dachterrassenwohnung eigenmächtig ein Gutachten in Auftrag gegeben. Diese Kosten für das Gutachten möchte er nun von der Eigentümergemeinschaft anteilsmäßig ersetzt bekommen. Mein Standpunkt und jener der anderen Eigentümer ist hingegen, das Gutachten wurde eigenmächtig in Auftrag gegeben, die Hausverwaltung übergangen, daher muss der Eigentümer der Dachterrassenwohnung die Kosten alleine tragen. Wichtig dabei: Ergebnis des Gutachtens war, die Terrasse ist tatsächlich sanierungsbedürftig, sowohl die Fliesen als auch der Aufbau (Außenhaut) darunter. Wie ist dazu die Rechtslage? Gibt es eine Judikatur, wer die Kosten für das Gutachten tragen muss?
KommR Oliver Brichard, MSc
Ersatzvornahme eines Miteigentümers
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungseigentumsrecht
Ich habe derzeit ein hoch brisantes Problem im Verkauf einer Wohnung nach dem WEG. Die Wohnung ist eine Maisonette mit Eigengarten und Balkon in den eigenen Garten. Die Wohnung verfügt über einen neuen Balkon mit ca. 20m² und ist so nicht im Parifizierungsgutachten genannt (dort sind 3 Balkone genannt). Der Besitzer hat die 3 Balkone zusammengelegt und vergrößert. Die Bauanzeige hat er bei der Gemeinde gemacht (vor Beginn der Bautätigkeiten). Der Abschluss der Bautätigkeiten war im Mai 2014, liegt also fast 3 Jahre zurück. Es wurden die anderen WET nicht gefragt (In dieser Wohnanlage gibt es mehrere solcher Änderungen – nicht nur Balkone, wobei bei vielen die Änderung ohne Zustimmung aller erfolgte) und diese haben dem Um-und Zubau schriftlich damals auch nicht zugestimmt. (Es gab aber auch keine negativen Äußerungen zum Zu- Umbau). Erst jetzt wird in dieser Wohnanlage bei Änderungen nach dem WEG vorgegangen. Da die Außenansicht der gesamten Anlage komplett unterschiedlich ist (Die Wohnungen sind um ein zentrales Atrium im Kreis gebaut und noch dazu mit verschiedenen Ebenen, Farben und Materialien) erkennt man den Unterschied optisch kaum. Jetzt will natürlich der Käufer eine Rechtssicherheit. Was kann ich dem Käufer anbieten, dass Ihm diese Rechtssicherheit gibt, aber ich nicht die Verkäufer mit unnötigen Tätigkeiten verschrecke, oder die WEG aufschrecke? Mir ist klar 1) Die schriftliche Zustimmung aller WET oder 2) Die gerichtliche Zustimmung im Außerstreitverfahren ist die sauberste Abarbeitung, aber es gibt, so glaube ich noch eine 3) Variante. Es gibt einen Zeitraum von 1 Jahr nach Ende der Bautätigkeit, wonach eine solche Situation automatisch legitimiert ist (wenn bis dahin kein Einspruch erfolgt ist). Stimmt meine Auslegung oder irre ich mich in diesem Punkt. Die Bautätigkeit endete im Mai 2014. Ich ersuche Sie um eine kurze Antwort und bedanke mich schon im Voraus für Ihre Unterstützung.
KommR Erich Hauswirth
Die von Ihnen genannte Möglichkeit gibt es nicht! Wenn es aber so viele Änderungen in dieser Anlage gibt, wäre es vielleicht sinnvoll, dass sich alle jene WE-Teilhaber, welche Änderungen gemacht haben, gemeinsam ihre jeweilig vorgenommenen Änderungen von den Miteigentümern genehmigen lassen und falls dies notwendig ist, bei der Baubehörde anzeigen bzw. genehmigen lassen. Wichtig ist auch die Fertigstellungsmeldung bei der Baubehörde vorzunehmen, da ansonsten die Bewilligung verfällt. Damit wäre nur einmal die Zustimmung der Miteigentümer notwendig und es wären alle Fälle saniert! Großer Vorteil: Sie hätten Gleichgesinnte die das Anliegen unterstützen.
KommR Erich Hauswirth
Hausverwaltung
Sehr geehrtes Immobilienwissen Team, ich schreib Ihnen bezüglich Thermenreperatur und Wartung. Oktober 2016 haben wir die vorausgesetzte 1x jährliche Thermenwartung durchführen lassen. Die davor letzte Wartung fand im November 2015 statt. Ich habe diesmal sie einbisschen früher stattfinden lassen weil mir auffiel dass bei der Therme irgendwas nicht stimmte (explosionsartiges Geräusch). Der Installateur führte die Wartung durch und entdeckte einige Mängel an der Therme. Es stellt sich heraus dass sich die Nieten vom dem anliegenden Rohr die auf der Therme befestigt sind sich aufgelöst haben und sich jederzeit bewegen konnte sodass Gas austreten würde. In dem Moment bestand Gefahr in Verzug. Ich informierte die Hausverwaltung über die Mängel per e-mail (mit Informationen und Fotos der Mängel) und lies die Reparatur durch führen da ich durch diese Information Angst um mein Leben hatte. Ich bezahlte die Rechnung (knapp 600 Euro) und bat die Hausverwaltung diese zu begleichen. Nachdem ich nach einer Woche nichts von ihnen gehört oder gelesen hatte rief ich dort an und sie meinten, dass die Dame die für dieses Anliegen zuständig ist auf Urlaub sei und wenn sie retour ist sich darum kümmern wird. Nun will die Besitzerin wenn maximal nur die Hälfte der Reparatur zahlen da sie eigentlich einen eigenen Installateur hat der die Mängel reparieren soll. Ich habe argumentiert dass ich das menschlich verstehen kann nur wenn mir jemand sagt das Gefahr in Verzug ist und Gas austreten kann dann werde ich nicht länger warten (vor allem war es an einem Freitag im Oktober also schon in der Heizungs-Periode)und lass es gleich reparieren. Außerdem nahm ich hier meine Pflichten wahr als Mieter, da es es im Mietrecht §8 steht dass jegliche Gefahr vom Mieter abzuwenden ist. Des weitern steht im Mietvertrag dass ich per eingeschriebenen Brief die Hausverwaltung informieren muss und ich das per e-mail sogar getan habe (weil die Hausverwaltung argumentiert hat warum ich nicht angerufen habe). Ich kann ja zu der Zeit nicht wissen dass mein anliegen erst 2 Wochen später behandelt wird weil eine Mitarbeiterin auf Urlaub ist. Wie stehen hier meine Chancen den Betrag zurückzubekommen? Nun haben wir (WG) mit ende Februar den Mietvertrag gekündigt und ziehen Ende März aus. Wir erhielten die Kündigungsbestätigung der Hausverwaltung mit der Anweisung noch einmal eine Themenwartung auf unsere Kosten durchzuführen mit einem Installateur den Die Hausverwaltung ausgesucht hat und die Nummer mit angab. Nachdem die letzte Wartung nicht einmal ein halbes Jahr her ist verstehe ich nicht warum wir noch einmal auf unsere Kosten eine durchführen sollen vor allem wo wie uns angeben welchen Installateur dazu beauftragt werden soll. Ist dies rechtens? Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe. MfG Katharina
KommR Oliver Brichard, MSc
Die Reparaturkosten der Therme geht zu Lasten des Vermieters. Eine Angemessenheitsüberprüfung der Kosten ist zulässig, da ihnen der Ersatz nur in diesem Ausmaß zusteht. Ob dies in ihrem Fall zutrifft, kann in diesem Forum nicht beurteilt werden. Sollte sich die Hausinhabung weigern, den Ersatz zu leisten, müssten sie selbst den Anspruch bei Gericht durchsetzen. Auf Grund der baldigen Beendigung ihres Mietverhältnisses könnten Sie ihre Ansprüche bei der Kautionsabrechnung fordern. Eine Wartung bei Beendigung des Mietverhältnisses wird wohl angebracht sein, da ja die Heizperiode dazwischenliegt.
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungseigentumsrecht
Guten Tag! Ich habe zwei Fragen bezüglich meiner Wohnung, welche eine Hausverwaltung hat: 1.) Nach über 30 Jahren ist eingebaute Ölheizung kaputt gegangen und jetzt will ich sie gleich durch eine Gastherme ersetzten. Dazu ist es nötig einen neues Kaminrohr zu verlegen. Kann ich die dafür anfallenden Kosten auf die Hausverwaltung übergeben? Die Hausverwaltung selber meinte, da es für meine Wohnung ist, sind es nicht deren Kosten. 2.) Im Zuge des Heizungstausches wurde mir mitgeteilt, dass der Absperrhahn für die Wasserleitung nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik ist und eigentlich auch nach über 30 Jahren getauscht gehört. Auch hier meinte die Hausverwaltung, dass obwohl ich für das gesamte Haus das Wasser abdrehen muss, es nicht auf deren Kosten zu tauschen ist, sondern ebenfalls nur meine Wohnung betrifft, da das Ventil nicht in der Mauer sondern in meiner Wohnung ist.
KommR Oliver Brichard, MSc
Frage 1: Beim Einbau eines Edelstahlrohres in einen bestehenden Kamin ist dieser ausschleifen zu lassen. Diese Kosten wird der Gemeinschaft anzurechnen sein. Die übrigen Kosten, die durch den von Ihnen beabsichtigten Wechsel des Heizgerätes verursacht werden, werden Sie, nach derzeitiger Rechtslage selbst tragen müssen. Frage 2: In diesem Fall rate ich Ihnen den Text des Wohnungseigentumsvertrages genau zu prüfen. Oft finden sich hier genaue Formulierungen, wer welche Kosten tragen muss. Wenn das Ventil innerhalb ihrer Wohnung situiert ist, deutet es eher auf eine Arbeit hin, die in ihrer Verantwortung liegt.
KommR Oliver Brichard, MSc
Baurecht
Guten Tag, ich habe eine Frage bezüglich der Neuerrichtung einer Einfriedungsmauer. Der alte Zaunsockel wurde entfernt und dabei teilweise der Asphalt des Gesteigs neben dem alten Sockel mit dem Presslufthammer auf ca 10cm Breite beschädigt.Die Gemeinde besteht auf Erneuerung der gesamten Gehsteigbreite, da durch den dahinterliegenden Hausbau die Oberfläche im Bereich der Einfahrt ebenfalls beschädigt ist und ist bereit etwa 1/3 der Kosten zu übernehmen. Wer hat im Falle keiner besonderen Vereinbarung den Restbetrag der Reparatur zu übernehmen? Ausführende Firma (haben auch den Hausbau durchgeführt) oder Bauherr? Wie könnte eine allfällige Kostenteilung aussehen?
KommR Oliver Brichard, MSc
Ohne Kenntnis der Werkverträge, Leistungsverzeichnisse und einer Besichtigung vor Ort kann ich diese Frage nicht seriös beantworten. Grundsätzlich steht der Bauherr für den Umfang seiner Bauführung in der Verantwortung. Es ist ja auch seine Liegenschaft. Ob die Leistung der ausführenden Firma zu verrechnen ist, hängt von der internen Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ab. Zu prüfen wäre auch noch, ob sich die Beschädigung von einer vermeidbare oder von einer notwendigen Handlung des Baumeisters ableiten lässt. Die Frage wird wohl eher von einem technischen Sachverständigen zu beantworten sein.
KommR Oliver Brichard, MSc
Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz
Hallo Danke schon mal vorab für das Format Gibt es das WGG auch im Zusammenhang mit Büro bzw gewerbe ? Würde mich für den Kauf eines Büros von der buwog interessieren die ja bekanntlich lauter WGG Wohnungen haben Lg und Danke
Mag. (FH) Doris Molnar
Teilanwendung § 1 Abs 3 MRG
Mag. (FH) Doris Molnar
Mietrecht
Was für Möglichkeiten habe ich wenn der Finanzierungsbeitrag nach 8 Wochen nicht auf meinem Konto ist?
Mag. Alois Rosenberger
Sehr geehrter Herr Faderbauer, wenn Sie den Eigenanteil bei Genossenschaftswohnungen und den Fall, dass Sie die Wohnung zurückgestellt haben, meinen, dann sollten Sie die Auszahlung, die ja bereits erfolgen müßte, nochmals urgieren, bzw eine Antwort urgieren, warum dies nicht erfolgt ist. Es besteht die Möglichkeit, den Auszahlungsbetrag im Außerstreitverfahren überprüfen zu lassen bzw zu erwirken. Wenn Sie eine andere "Art" von Finanzierungsbeitrag meinen, ersuche ich Sie um genaueren Sachverhalt. Mit freundlichen Grüßen Alois Rosenberger
Mag. Alois Rosenberger
Maklerrecht
Fallen nach erfolgreichem Immobilienverkauf Steuern an?
KommR Oliver Brichard, MSc
Das hängt vom vorhergehenden Behaltezeitraum der VerkäuferIn ab. Grundsätzlich sind die Veräußerungserlöse zu versteuern. Bei Liegenschaften im Privatvermögen, die vor dem 31.2.2003 angeschafft wurden, fällt nur ein Betrag von 4,2% an, danach von derzeit 30%. Bei Eigenheimen ist der Erlös nicht zu versteuern.
KommR Oliver Brichard, MSc
Hausverwaltung
Guten Tag, während unseres Urlaubs gab es einen Wasserschaden in unserer Mietwohnung. Die Hausverwaltung hat eine Öffnung veranlasst. Im Zuge der Reperatur wurde Schmuck gestohlen. Haftet die Hausverwaltung in diesem Fall?
KommR Oliver Brichard, MSc
Ohne der behördlichen Untersuchung vorgreifen zu wollen, wird wohl derjenige zur Verantwortung gezogen werden müssen, der in der Wohnung war. Eine konkrete Beantwortung der Frage geht über den Sinn einer Wissensplattform für Immobilienfragen wohl hinaus. Bitte wenden sie sich an einen Anwalt.
KommR Oliver Brichard, MSc
Mietrecht
Was ist eine Indexierung und was bedeutet das für mich als Mieter?
KommR Oliver Brichard, MSc
Indexierung oder Wertsicherung des Mietzinses
KommR Oliver Brichard, MSc