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Die Frage nach dem nächsten Immobilienjahr
01 23

Die Frage nach dem nächsten Immobilienjahr

Heimische Branchenexperten blicken gefasst nach vorne.

Das Jahr 2022 biegt in die Zielgerade ein. Es hatte es in sich. Entsprechend verschlechterten sich die Aussichten für die Wirtschaft sowie für den Immobiliensektor. Sieben von zehn Experten aus der Immobilienbranche glauben, dass Europa noch vor 2023 in eine Rezession schlittern wird. Dies ist eines der Kernergebnisse der Studie „Emerging Trends in Real Estate 2023 – In the Eye of the Storm“, die kürzlich das Beratungsunternehmen PwC in Kooperation mit dem Urban Land Institute (ULI) veröffentlichte. Sie basiert auf Einschätzungen von mehr als tausend Fachleuten in ganz Europa, einschließlich Investoren, Bauträgern, Kreditgebern und Beratern. 

Mit 91 Prozent ist die meistgenannte Herausforderung des Immobiliensektors die Inflation, dicht gefolgt von den Zinsbewegungen (89 Prozent) und dem schwachen Wirtschaftswachstum in Europa (88 Prozent). Die politische Unsicherheit auf globaler und regionaler Ebene bereitet ebenfalls große Sorge. Bei den Faktoren, die konkret die Immobilienwirtschaft betreffen, stehen die stark gestiegenen Baukosten (92 Prozent) sowie die Verfügbarkeit von Ressourcen (84 Prozent) ganz oben auf der Liste. Diese beiden Aspekte werden von den Immobilienmanagern als längerfristige Herausforderung gesehen: Rund drei Viertel der Befragten stellen sich auf entsprechende Kosten- beziehungsweise Ressourcenprobleme über die nächsten drei bis fünf Jahre ein.

Wo Schatten ist, ist auch Licht

Österreichische Branchenvertreter sind sich besagter Herausforderungen bewusst und kehren deren positive Aspekte hervor. Etwa Oliver Brichard, Geschäftsführer von Brichard Immobilien, der betont: „Aufgrund der aktuellen Situation (…) findet gerade ein Umdenken in unseren Köpfen statt. Unser Bewusstsein für so manches Thema wächst. Das bewerte ich positiv, da wir Verantwortung übernehmen müssen. Dazu zählt auch die Reduktion des CO²-Ausstoßes.“

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